Gesundheit im Netz

Nicht nur chronisch kranke Menschen, sondern auch gesunde suchen Ärzte auf. Wobei “gesunde Patienten” eigentlich ein Widerspruch in sich ist, aber hier doch zutrifft. Gemeint sind Patienten, die eher selten den Arzt aufsuchen, weil sie nur selten krank sind. Diese haben dann aber gegenüber den „Praxisveteranen“ oft keine Ahnung, was ihnen der Arzt jetzt genau erzählt oder was der angeordnete Test denn nun bringen soll. Wenn dann noch das Wartezimmer voll ist, gibt es oft nicht viel Zeit für mehr als eine Kurzerklärung. Hier kommt das Internet ins Spiel, denn auf vielen Seiten tauschen sich Menschen über Krankheiten oder Tests aus.

Keine Diagnose durch Dr. Google

Doch eins vorweg, niemals – und damit ist wirklich niemals gemeint – sollte man mit den Informationen von diesen Seiten eine Selbstdiagnose stellen. Gerade Menschen mit Anlagen zur Hypochondrie sind besonders stark gefährdet völlige Fehldiagnosen zu stellen. So haben sich schon Patienten bei ihrem Arzt vorgestellt, die sich 100% sicher waren, Krebs im Endstadium zu haben und die mit den Nerven am Ende waren. Mediziner erfahren nicht umsonst eine langjährige Ausbildung, Google hat diese Ausbildung nicht genossen.

Aber manchmal kann es auch positiv sein, sich im Internet weitergehend zu informieren. Hilfreiche Tipps gegen Krebs bzw. dem Umgang mit diesen finden sich zum Beispiel in Foren und auf Diskussionsseiten. Natürlich sind dort keine Ärzte unterwegs, aber Menschen, die selber Krebs haben oder jemanden kennen, der daran erkrankt ist. Diese können von ihren Erfahrungen bei Tests berichten und so Angst nehmen. Gleichzeitig sorgt dieser Austausch auch dafür, dass die Erkrankten wieder Mut schöpfen, da sie sehen, dass sie dort draußen nicht alleine sind.

Tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten aus

Medizinische Portale können und sollen nur dabei helfen, besser zu verstehen, was der Arzt mit einem vorhat. So können Beiträge die Angst vor Tests nehmen oder erst einmal überhaupt klären was bspw. ein Belastungstest ist, bevor man mit Panik den Arzt aufsucht. Zudem kann auch bei kleineren Krankheiten ein wenig Zusatzinformation eingeholt werden. Denn man kann sich ziemlich sicher sein, dass man bei einer kurzen und knappen Diagnose nichts Schlimmeres hat. In diesem Fall sollte man auch dem Rat seines Arztes folgen und nicht versuchen alternative Behandlungsmethoden aus dem Internet zu versuchen.

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass sich im Internet nützliche Informationen finden lassen, die einem die Angst vor Behandlungen nehmen können, aber dass diese Portale keinen echten Mediziner ersetzen können.